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Virtual Reality/Scheinwelten

Humboldt-Gymnasium
Klasse 6a

Projekt 8, vom 18. bis 24. 10. 2006

Bilder von unserem Projekt. Weiter unten könnt ihr einen Bericht dazu lesen.


Vorsicht Aufnahme
Vorsicht Aufnahme!

Einführung ins Reportagegerät
Einführung ins Reportagegerät

Jeder will ans Mikrofon
Jeder will ein Mikrophon

gleich geht es zur Straßenumfrage
Gleich geht`s zur Straßenumfrage


Das Reporterteam stimmt sich ein

Lächelwettbewerb
Beim Lächelwettbewerb

einer hört zu
Wenigstens einer hört zu

auf gehts zur Wissensschaftsstadt
Auf dem Weg in die Wissenschaftsstadt

Daimler war echt cool
Daimler war cool

Bericht zum Zoom-Projekt 2006 über 3-D-Animationen mit neun Kindern einer sechsten Klasse des Humboldtgymnasiums

Wie werden die Autos der Zukunft geplant? Und wie kann ich selbst ein Auto nach meinen eigenen Vorstellungen dreidimensional (also 3-D) entwerfen? Das waren die zentralen Fragen, die dieses Projekt und seine neun Teilnehmern fünf Tage lang begleiteten.

Es begann aber erst einmal mit einem geradezu philosophischen Gespräch über das Thema Schein und Sein. Es wurde festgestellt, daß wir von vielen Scheinwelten umgeben sind, das Fernsehprogramm, die Träume, die Wunschvorstellungen usw.. Und daß der Begriff Zukunft nichts ist als eine Ansammlung von Bildern und Gefühlen, Wünschen und Hoffnungen. Zukunft ist sozusagen eine 3-D-Animation in unserem Kopf. Die Kinder zeigten sich in dieser Diskussion erstaunlich klug und offen.

Danach galt die Aufmerksamkeit dem Reportagegerät, mit dem das ganze Projekt fürs Radio dokumentiert werden sollte. Also war es wichtig, daß jeder der neun teilnehmenden Jungs sich mit Mikrophon und Rekorder auskennt. Und sie mußten lernen , wie man als Reporter ein Interview führt. Um gleich eigene Erfahrungen machen zu können (das ist ja das Hauptziel der Zoom-Projekte) gingen die Kinder auf die Straße und interviewten Passanten zum Thema Auto. Sie fragten zum Beispiel nach dem Traumauto und was ein Auto der Zukunft können muß.

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Warum nicht gleich selbst ein Traumauto bauen? Jeder kann sich das 3-D-Programm ?Cosmic Blobs? aus dem Internet herunter laden (zumindest eine Testversion). Damit bastelten die Jungs seltsame Fahrzeuge, die teilweise aussahen wie Aliens auf Rädern. Andere bauten sich ihre idealen Stretchlimousinen und Feuerflitzer, die dann gedreht und von allen Seiten bestaunt werden konnten.

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Am zweiten Tag wurde der Ausflug in den Forschungslabors von Daimler-Chrysler vorbereitet. Die Kinder überlegten sich Fragen für den Wissenschaftler Immo Gürntke, den sie dort besuchen wollten. Außerdem verfeinerten sie ihre phantastischen Automodelle.

Das Thema ?Scheinwelten? inspirierte die Gruppe zu einem eigenen Hörspiel: Darin wird ein Junge durch einen Virus in ein Computerspiel ?hineingezogen? und von seinen Freunden nach einigen Abenteuern gerettet. Diese Geschichte mußte in einzelne Szenen aufgelöst werden. Dann wurden die Rollen verteilt.

Der Tag bei Daimler war ein unvergeßliches Abenteuer. Die jungen Besucher erlebten so viel, daß sie noch sehr lange daran denken werden. Zunächst ging es ins Büro des 3-D-Spezialisten Immo Gürntke. Der junge Wissenschaftler zeigte den neugierigen Kindern ihre selbsterfundenen ?Cosmic-Blobs?-Karossen in einem professionellen Computerprogramm, mit dem Daimlerautos entworfen werden.

In den Labors von Daimler begegneten die jungen Besucher einigen erstaunlichen Apparaten, welche alle dazu dienten, ein Auto besser betrachten zu können, bevor es richtig gebaut wird. Damit kann man natürlich viel Zeit und Geld sparen. Und zwölfjährige Jungen hypnotisieren. Die durften nämlich nicht nur alles betrachten, sondern auch alles ausprobieren. Sie setzten zum Beispiel den Laser-Helm auf, der ein Bild durch einen Lichtstrahl direkt im Auge wirft. Dann vermischt sich das, was man wirklich sieht, mit dem Laserscheinbild? Und das Mikrophon für die Radioreportage war immer dabei. Die Jungs besuchten auch mehrere Roboter, die hier für die Daimler-Fabriken gebaut werden. Es war so spannend, daß beinahe alle dageblieben wären. Aber dann  lud Immo Gürntke die ganze Gruppe in die Kantine zum Essen ein!

Die Phantasie war damit angeregt und so wurde in den letzten zwei Tagen nicht nur fleißig weiter an den ?Cosmic-Blobs?-Autos gebaut, sondern auch am Hörspiel gearbeitet. Es bekam den Titel
?Gefangen im 41. Jahrtausend?. Die einzelnen Szenen wurden spontan improvisiert, im Tonstudio der e.tage. Die jungen Radiomacher lernten ein professionelles Schnittprogramm kennen, mit dem sie die Szenen zurechtschneiden konnten. Außerdem fügten sie Effekte ein, wie Hall oder Echos. Am Ende wurden noch einige Texte für den Radiobericht über dieses Projekt ins Mikrophon gesprochen. Und dann mußten alle ganz schnell nach Hause, den Eltern berichten!

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