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Technik in der Medizin

Anna-Essinger Realschule
Klasse 6b

Projekt 5 vom 26.7. bis 1.8.2006

Herzblut

Warum wird einem morgens manchmal schwarz vor Augen? Warum bekommt man nach einer Ohrfeige eine rote Backe?  Wie entsteht ein Bluterguß? Mit solchen und ähnlichen Fragen rund um den ?Motor? des Menschen, das Herz, beschäftigten sich elf Jungs aus einer Sportklasse der Anna-Esslinger-Realschule. Eine Woche lang machten sie Experimente, diskutierten, besuchten einen Professor an der Fachhochschule, der auf diesem Gebiet fast alles weiß, und stellten ihre Forschungsergebnisse in einer Radioreportage dar.

Mit den folgenden Bildern möchten wir einen Eindruck aus dem Projekt vermitteln, besonders von unserem Besuch bei Prof. Paulat an der Fachhochschule Ulm.

zwei Reporter an der Blutmessstation im Labor       
Zwei Reporter an der Blutdruckmeßstation im Labor


Professor Paulat erklärt seine Arbeit


Der Chef der Fachhochschule, der ?Dekan?, beantwortet im großen Hörsaal alle Fragen


Die Aufnahmen, die die Reporter machten, bearbeiten sie teilweise selbst am Computer


Hier ist fast die ganze ?Herzblutsbande? versammelt


für die Coolsten war alles nur ein Kinderspiel


Schingschangschong - zwei Mal Schere


Die Weltkugel in der Mitte schwebt magisch-magnetisch in der Luft


Professor Paulat stellt sich kritischen Fragen


Beim Leistungstest wird alles gegeben


Sekundenschlaf eines Reporters


Beim Blutdruckmessen


Pulsmessung mit dem Ultraschalldoppler


Die Darstellung des Pulses kann faszinieren


Die Reporter interviewen sich gegenseitig


Mit dem Laborassistenten am Ultraschalldoppler


Blutdruckmessung am Kippstuhl


Gleich wird der Kippstuhl nach hinten gekippt ? was passiert mit dem Blutdruck?

wie im Bericht weiter unten zu lesen, haben wir während des Projektes auch viele Tonaufnahmen für eine Radiosendung gemacht. undefinedAusschnitte aus der Radiosendung >>>

was weiter geschah, ein Bericht:

Das Projekt fand in den Räumen der E-tage statt, gleich neben den Roxy-Hallen. Da gibt es nicht nur eine Menge Computer, mit denen man ins Internet gehen kann, sondern auch ein richtiges Tonstudio!

Zuallererst ging es aber in die Industrie-und-Handels-Kammer, wo der Gruppe ein Vortrag über die Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft gehalten wurde. Wie werden Erfindungen brauchbar gemacht, so daß jeder sie nutzen kann? Dafür muß ein Erfinder eine Firma finden, der er seine Sache verkaufen kann und die daraus ein Produkt für den Handel macht. (Natürlich gibt es auch Erfinderinnen. Das sind bisher leider nicht so viele, aber die Mädchen, die bei den Zoom-Projekten mitmachen, werden das sicherlich ändern!)

In den Räumen des Stadtjugendrings lernte die Gruppe ihre zwei Projektbetreuer kennen und bekam von ihnen gleich noch einen Vortrag, über das Herz-Kreislauf-System. Danach erinnerte nicht mehr so viel an die Schule, denn hier ging es nicht darum, mitzuschreiben und Stoff zu lernen. Vielmehr waren Mitmachen und Ausprobieren gefragt. Die Teilnehmer stellten einige Experimente an, beschäftigten sich mit Pulsmessung und bastelten eine Art Kreislaufmodell, was in einer großen Wasserschlacht endete.

Es war schrecklich heiß und so wurden lange Pausen gemacht, aber dazwischen mußte ernsthaft gearbeitet werden. Und auch dabei hatten die Jungs viel Spaß. Sie lernten, mit einem professionellen Kassettenrekorder Aufnahmen zu machen. Dann ging es um die Frage, wie man ein Interview führt. Das wurde dann gleich ausprobiert. Auf der Straße wurden wildfremde Menschen befragt, was sie über das Thema Kreislauf wissen, und manche zeigten sich erstaunlich gut informiert.

Am zweiten Tag wurde der Besuch in der Fachhochschule vorbereitet. Die Jungs dachten sich Fragen für das Interview mit dem Professor aus. Das waren teilweise sehr persönliche Fragen, denn der Wissenschaftler war auch einmal auf einer Realschule, wie die elf Teilnehmer. Sie interessierten sich also besonders für seinen Werdegang, also welche Schulen und Universitäten er besucht hat.

Und dann wurde das Thema Kreislauf weiter vertieft. Schließlich standen am nächsten Tag in der Fachhochschule einige Versuche an, und die sollten von jedem verstanden werden. Und weil es wieder schrecklich heiß war, gab es drei lange Pausen, für Fußball, Volleyball, Basketball und Quatschmachen.

Dann war der große Tag gekommen und es ging hoch auf den Eselsberg, zur Wissenschaft. Alle Teilnehmer waren über diesen Tag besonders begeistert. Professor Paulat erklärte in einem Seminarraum, woran in seinem Institut geforscht wird und was er selbst macht. Dann kamen die Kinderreporter zum Zug und interviewten ihn. Überhaupt war das Mikrophon diesen ganzen Tag im Einsatz. Die Kinder mußten also das, was sie erlebten, immer auch beschreiben, im Stil einer Reportage.

Professor Paulat führte die Jungs in sein Labor. Dort waren schon mehrere Versuchsstationen aufgebaut, die nun in kleinen Gruppen durchlaufen wurden. Mehrere Mitarbeiter der Universität kümmerten sich um die begeisterten ?Expertenexperimentenmäuse?, wie sie sich selbst nannten. Es war erstaunlich, welche Mühe sich die Mitarbeiter der Fachhochschule machten. Nach dem Essen in der Mensa kam sogar noch der Dekan und bat alle in den großen Hörsaal. Er schien genauso neugierig wie die Jungs und so kam es dort zu einer gegenseitigen Fragestunde.

Der Tag an der Hochschule war so toll, daß es nach dem darauffolgenden Wochenende gar nicht leicht war, die Konzentration wiederzufinden, zumal die Hitzewelle immer noch anhielt. Am vierten Projekttag wurden die vorangegangenen Erlebnisse resümiert. Vor allem widmete die Gruppe sich dem Radiobericht. Jeder sprach im Tonstudio einige Sätze über das Thema Kreislauf. Den Kindern wurde ein professionelles Audioschnittprogramm fürs Radio gezeigt und sie konnten damit einige Effekte ausprobieren, wie Hall, Echo und Beschleunigung, wodurch zum Beispiel Mickymausstimmen erzeugt werden können.

Am Ende, also am fünften Tag, brachten die Jungs ihre Lieblingsmusik mit, die in den Radiobericht eingearbeitet werden sollte. Sie sprachen noch einige An- und Abmoderationen und für die zweite Hälfte dieses Tages gab es dann hitzefrei! Die Kinder nutzten das für praktische Kreislaufübungen: Einige fuhren Rollerblade, andere gingen ins Freibad.